The Silo Hotel

The Silo Hotel
Silo Square
V&A Waterfront
ZA-8001 Kapstadt
Tel. 0027/21/6700500

www.theroyalportfolio.com/the-silo

Artikel teilen

Kapstadt ist eine Stadt mit vielen Gesichtern und gerade dadurch so individuell. Man kann von Natur über Sport bis hin zu Kultur und Kulinarik alles erleben. Wer schon einmal in Kapstadt war, der weiß, wie schnell man von dessen Energie erfasst wird. Hier erlebt man Großstadtflair und badet und surft gleichzeitig ein paar Kilometer weiter an wild-romantischen Stränden. Zur Freizeitgestaltung locken Wanderungen im teils bergigen, teils oasengleichen Hinterland genauso wie Ausstellungen und Museen. Über einem, dem Zeitz Museum of Contemporary Art Africa (MOCAA), hat vor knapp fünf Jahren eines der spektakulärsten Hotels der Welt eröffnet. The Silo heißt das Hotelprojekt in einem ehemaligen Getreidesilo aus den 1920er-Jahren auf dem Gelände des Victoria & Alfred Waterfront-Komplexes. Der deutsche Manager und Kunstsammler Jochen Zeitz ließ das Silo nach seiner Stilllegung bis 2017 umbauen, um dort seine umfangreiche Sammlung afrikanischer Kunst zu präsentieren. Die südafrikanische Luxus-Hotelgruppe The Royal Portfolio zog in den 57 Meter hohen schornsteinartigen Teil des Kornspeichers ein. Die charakteristische äußere Form des hellbraunen Betonbaus blieb bei der Renovierung weitgehend erhalten und konnte so mit einigen Kniffen des Industriedesigners Thomas Heatherwick zum beeindruckenden Architekturobjekt angehoben werden. Raffinierte kissenartige Verglasungen lassen die Fenster wie facettierte Diamanten wirken, die tagsüber das Licht der Sonne reflektieren. Nachts taucht die Innenbeleuchtung das Gebäude in ein glühendes Feuerwerk an Farben und lässt es wie einen Leuchtturm im Hafen wirken. Auch die Einrichtung des The Silo ist jedes Preises würdig. Gestaltet hat sie die Royal-Portfolio-Besitzerin Liz Biden persönlich, die mit Kontrasten zum industriellen Exterieur gearbeitet hat. Jedes der 28 Zimmer ist ein Unikat, in dessen Details man sich verlieren kann. Die Wohnräume sind im britischen Bibliotheks-Stil gehalten. Nicht nur als Dekoration stehen antike Holz-Sekretäre neben kofferartigen Regalen mit Büsten und inspirierenden Coffee Table Books, gemusterten Polster-Sitzmöbeln und schweren Perserteppichen. Handgefertigte Kronleuchter sorgen für angenehm funkelndes Licht. Ebenso in den Schlafzimmern, die dank üppig ornamentierten Spiegeln und Betten mit opulenten Kopfstücken königlichen Schlossgemächern ähneln. Auf topmodernem Niveau eines New Yorker Penthouses oder Luxushotels – nämlich mit freistehenden Badewannen, Marmorböden und samtenen Chaiselongues – sind dafür die großzügigen Bäder mit Panorama-Verglasung gestaltet. Auch der hoteleigene Spa überrascht mit einem Ausblick der Extraklasse. Der reicht nämlich, zumindest von der Spa-Rezeption aus, direkt in das Museum. Im Grunde könnte sich auch das Hotel selbst als solches bezeichnen, denn Kunst ist dank der Ausstellung von Liz Bidens privater Kunstsammlung allgegenwärtig. Eine weitere Kernkompetenz des Hauses ist die Kulinarik, für die Veronica Canha-Hibbert das Zepter in der Hand hält und mit gehobener internationaler Cuisine begeistert. So kommen in dem 5-Sterne-Luxus-Domizil nicht nur Architektur- und Kunstkenner auf ihre Kosten, sondern auch bei Gourmets ist das Haus in aller Munde.

Bildrechte: Mark Williams (Pool, Balkon)