McLaren 720S Spider
McLaren München
Dörr Automotive
Domagkstraße 10
80807 München
Tel. 089/44455111
www.munich.mclaren.com

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Von der Natur geformt: Einfallsreichtum. Dramatik. Effizienz. Das sind die Merkmale natürlicher Evolution. Das gestaltet verblüffende, elegante Lösungen. Absolut zweckorientiert. Unendlich schön … es gibt keine größere Inspiration. Der McLaren 720S Spider ist die Verkörperung dieses Ansatzes. Ein leichtes, starkes Supercar mit gnadenloser Performance. Und ein echter Cabrio-Cruiser. In einem unglaublichen Paket. Definiert durch zeitgemäßes Design. Entwickelt für ungezähmte Performance. Neu gestaltet mit klassenführenden Fahrkomfort- und Fahrer-Technologien. Es ist an der Zeit für ein unvergleichliches Open-Air-Erlebnis – auf jeder Straße. Auf jeder Fahrt. Jeden Tag.

So wortgewaltig, ja beinahe schon blumig beschreibt die PR-Abteilung von McLaren den 720S Spider. Dass der 720S, zunächst einmal in seiner Coupé-Variante, tatsächlich ein herausragender Supersportler ist, ist unbestritten. Hier aber geht es jetzt nicht um das Coupé, sondern um den Spider. Und da lautet die grundsätzliche Frage, die sich nicht wenige Supersportler-Freunde stellen: Taugt ein Auto, das dank seines fabelhaften V8-Biturbo-Aggregats in nur 7,8 Sekunden von 0 auf 200 km/h beschleunigt und eine Spitzengeschwindigkeit von 341 km/h erreicht, wirklich gleichermaßen auch zu dem oben beworbenen „Cabrio-Cruiser“? Zur Erinnerung: Cruisen, das Fahren, um zu sehen und gesehen zu werden, vielleicht sogar hauptsächlich auf den Flaniermeilen dieser Welt, verlangt nach einem alltagsverträglichen Auto.

Diesen Spagat zwischen Hochgeschwindigkeits-, ja Rennstreckentauglichkeit auf der einen und einem Mindestmaß an (Rest-)Komfort auf der anderen Seite aber bekommen längst nicht alle Supersportler hin – was durchaus erklärbar ist. Denn ein Cabrio ist in der Regel schon konstruktionsbedingt – Stichwort Verwindungssteifigkeit – schwerer als die vergleichbare Coupé-Variante. Das kann – wie zum Beispiel beim Ferrari SF90 Stradale vs. dem SF90 Stradale Spider ein Mehrgewicht des Cabrios von durchaus 100 Kilogramm ausmachen. Im Sport aber ist bekanntlich jedes Kilogramm mehr bereits eins zu viel, sodass es nicht verwundert, dass „echte Autofans bei der Kombination ‚Supersportler und Cabrio die Nase‘ rümpfen“, wie der Autotester der Schweizer Boulevardblattes „Blick“ imJanuar 2020 bemerkte. Bei McLaren aber ist man überzeugt, diesen vermeintlichen Widerspruch – Supersport-Tauglichkeit hier, Cabrio-Feeling dort – mit dem 720S Spider gelöst zu haben. „Der 720S Spider zeichnet sich durch markante Dualität aus“, sagt etwa McLaren-Design Director Rob Melville. „Die aufregende Performance und die außergewöhnliche Fahrer-Immersion verbinden sich mit der luxuriösen Fahrerkabine, der tadellosen Raffinesse und der Alltagstauglichkeit eines Cabrio-Cruisers.“

Tatsächlich sind es beim Spider lediglich 49 Kilo, die er mehr auf die Waage bringt als das Coupé – was beeindruckend ist und die Verantwortlichen bei McLaren stolz macht. Denn natürlich geht es bei einem Supersportwagen „um viel mehr als oberflächliche Schönheit“, heißt es auf der Website. „Der 720S Spider ist das erste und einzige Cabriolet mit einer durchgängigen Kohlefaser-Karosserie: die Monocage II-S. Und das versenkbare Hardtop (RHT – Retractable Hard Top) ist nicht weniger als eine technische Meisterleistung. Gemeinsam schaffen sie die Voraussetzungen für unglaubliche Performance.“ „Stichwort Hardtop“: Dass der Spider nur 49 Kilogramm mehr wiegt als das Coupé wäre ohnehin ein kleines Wunderwerk. Angesichts der genialen Konstruktion, sprich der intelligenten Funktionsweise des RHT aber ist das eine sensationelle Leistung der Ingenieure. Kein Cabrio der Supersportwagenklasse lässt sein Dach so schnell verschwinden wie der 720S Spider. In nur elf Sekunden kann das Verdeck bei Geschwindigkeiten bis zu 50km/h geöffnet oder geschlossen werden – ein phänomenaler Wert! Optional ist das RHT mit einer elektrochromen Glasscheibe verfügbar, die auf Knopfdruck in der Lage ist, zwischen getöntem und transparentem Zustand zu wechseln (elektrochromes Glas ist Glas, das die Eigenschaft von elektrochromen Materialien nutzt, den Lichtdurchlass je nach angelegter Gleichspannung zu ändern). Der Clou: Bei ausgeschalteter Zündung stellt sich das Glas sogar automatisch auf die getönte Einstellung ein, sodass das geparkte Auto selbst an heißen Sommertagen eine angenehme Innenraumtemperatur garantiert. Kein Wunder, dass auch die versammelte (Fach-)Presse längst bestätigt hat, dass der Spider das Zeug zur Quadratur des Kreises mit sich bringt. „Der McLaren 720S Spider löst den scheinbar unüberbrückbaren Gegensatz zwischen Sportlichkeit und Alltagstauglichkeit fast perfekt und ein Blick auf das Datenblatt zeigt, warum dieser schwierige Kunstgriff gelingt“, schreibt etwa der „Focus“. „Die Leichtigkeit des Seins“ scheine die neue Doktrin bei McLaren zu lauten, und der britische Sportwagenbauer habe sich Gewichtsreduzierung auf die Fahnen geschrieben und unterbiete in dieser Kategorie Konkurrenten wie den Ferrari 488 Pista Spider oder den Lamborghini Huracan Performante Spyder. Und das sind „beides alles andere als schwerfällige Vehikel“, so das Magazin. Tatsächlich ist das Carbon-Monocoque des Spider so verwindungssteif, dass ihm zusätzliche Verstrebungen und damit zusätzliches Gewicht erspart geblieben sind. Das Resultat: Das Cabrio steht dem Coupé in der Tat in kaum etwas nach. Wenn überhaupt, dann dürften wohl allenfalls ausgesprochene Experten, also Rennpiloten, vielleicht einen marginalen Unterschied in Sachen Performance spüren. Der Durchschnittsfahrer aber – so man bei einem Kaufpreis von mehr als 270.000 € von Durchschnitt sprechen kann –, wird diesen Unterschied, so es ihn überhaupt gibt, niemals erfahren können. Wobei „erfahren“ hier wörtlich gemeint ist.

Apropos „fahren“ und „Fahrer“: Fahrer-Immersion, also das Einbetten des Piloten ins Auto, sei das Herzstück des 720S Spider, verspricht McLaren – und setzt bei der Einlösung dieses Versprechens an der Schnittstelle zwischen Fahrer und Auto an. An der Lenkung. Und auch hier geht man ganz bewusst einen eigenen Weg. „Andere mögen vollelektrische Lenksysteme bevorzugen, aber wir bleiben bei der Hydraulik. Denn es gibt schlichtweg nichts Besseres. Für das Fahrgefühl. Für das Feedback. Für das Fahrerlebnis“, ist man überzeugt. Und liegt auch damit richtig, wie schließlich selbst der „Blick“-Journalist bestätigte. Dessen anfängliche Skepsis hatte sich während der Testfahrt in helle Begeisterung gewandelt. „Ein Wahnsinnsgeschoss“, sei der 720S Spider. Eins, „dass sich zudem auch brav und verblüffend kommod durch die City zirkeln lässt“. Ein Fazit, dem es nichts hinzuzufügen gibt.

Bildrechte: Beadyeye (Innenfotos)