Populus Denver
DENVER Man sieht sie schon von Weitem: die markante skulpural-organische Fassade des Populus mit ihren augenförmigen Fenstern. Sie macht den Neubau in der Hauptstadt Colorados zu einem der bemerkenswertesten Hotelprojekte der Gegenwart. Entworfen von Studio Gang, ist das Gebäude als architektonische Übersetzung der lokalen Zitterpappel konzipiert. Die ungewöhnlichen Öffnungen zitieren die dunklen Narben im Stamm des Baumes, jene Stellen, an denen einst Äste wuchsen und die mit den Jahren zu den „Augen“ in der Rinde werden. Aus diesem biologischen Detail entwickelt die Fassade ihre gesamte Formensprache. Die Fenster verändern Größe und Proportion, treten plastisch hervor und rahmen die Ausblicke auf Skyline, Kapitol und die Rocky Mountains. Im Inneren wird die Idee des „Baumhauses“ konsequent weitergeführt. Lobby, Zimmer und Dachgeschoss folgen der Dramaturgie eines Baumes, vom Waldboden bis zur Krone. Recyceltes Holz, weitere natürliche Materialien und eine kuratierte Kunstsammlung greifen die Landschaft des amerikanischen Westens auf, ohne in Folklore abzudriften.
