De Witte Lelie
Schon die Lobby ist Avantgarde pur und hat nichts von einem typischen Hotel-Entree. Eine riesige farbenprächtige Blüteninstallation kontrastiert den schwarz-weiß gefliesten Boden, an der Decke hängt ein imposanter Lüster und vor der großen Fensterfront in den Innenhof wartet das ausladende Sofa mit Leopardenprint. Bäm! Das kann man erst mal auf sich wirken lassen. Und dann die Tapete: Goldmetallic schimmernd, verströmt sie Opulenz und verpasst dem Foyer des Antwerpener Boutiquehotels, das zu den Small Luxury Hotels of the World gehört, on top noch eine gehörige Portion Glamour. Überhaupt spielen Tapeten (und auch Gardinen) im De Witte Lelie eine große Rolle. Meist floral oder mit abstrakten Motiven dominieren sie gemeinsam mit den fantasievollen Möbeln und Accessoires oft belgischer Künstler und Designer, aber auch internationaler Namen wie Bisazza, Tom Dixon, Ingo Maurer, Jaime Hayon oder Marcel Wanders, die Atmosphäre des historischen Gebäudekomplexes in der Altstadt. Die elf Zimmer sind eines charmant-verrückter als das andere vom Besitzer-Ehepaar Bart Busschop und Ann Dierick, einer Interior Designerin, eingerichtet. Und werden von Zeit zu Zeit immer wieder neu gestaltet. Wer‘s optisch ruhiger mag, der kann einen der classic rooms buchen, in denen die Wände weiß sind und das Mobiliar weniger raumfüllend – aber eben auch ein bisschen weniger spektakulär.
Bildrechte: Small Luxury Hotels of the World
