S/V Linden
ARKTIS Ein Schoner ist ein klassisches Segelboot von unübersehbarer Anmut, dessen raffinierte Takelage es ihm erlaubt, so gut wie allen Windbedingungen zu trotzen. Die S/V Linden ist der größte Holzschoner Europas, ein sanfter Riese, fast 50 Meter lang, der mehr durchs Wasser gleitet, als es zu durchpflügen. Und damit ist sie prädestiniert für eine der empfindsamsten Reiseregionen der Welt: die Arktis.
Mit nur etwas mehr als einer Handvoll Crewmitgliedern und bis zu zwölf Gästen ist die S/V Linden dort unterwegs und begegnet Eisbären, Walrossen, Polarfüchsen und prächtigen Seevögeln – und mit etwas Glück sogar Belugas und Buckelwalen. Und taucht dabei auch tief in die Fjordlandschaft Ostgrönlands ein, das größte Fjordsystem der Welt, von vollkommener eisiger Schönheit. So gut wie immer an Bord sind der Kapitän und Navigator Rasmus Jacobsen, ein gebürtiger Däne, aufgewachsen auf einem Boot und mit über 30 Jahren Erfahrung, und der liebenswert verschrobene Expeditionsleiter Joe Shutter. Der Brite mit brasilianischen Wurzeln hat sein Herz erst an Island verloren, wo er mittlerweile lebt, und dann an die Arktis, speziell an Grönland, über das er gerne erzählt: Es gibt zwei Phasen im Leben, eine vor und eine nach Grönland.
In diesem Sommer bricht die S/V Linden zu einer transarktischen Expeditionsreise auf, die sie von Spitzbergen nach Grönland, Island und zurück nach Europa führt und die auch in Teilstücken buchbar ist. Die Temperatur geht dann auch mal Richtung null Grad, also nach oben. Der Komfort an Bord ist sehr maritim. Unter Deck gibt es einen Salon mit Bar, Bibliothek und Humidor. Die Verpflegung ist gut, der Expeditionschampagner stets gekühlt. Und die sechs Zweibett-Kajüten haben alle ein eigenes Bad. Luxus? Der liegt in der Exklusivität einmaligen Erlebens und dessen Unmittelbarkeit.
Vielleicht ist es ja nicht nur ein Abenteuer, sondern ein Geschenk an sich selbst, wenn man die Möglichkeit des aktiven Mitsegelns wahrnimmt oder die Ozeantaucher und Wildlife-Fotografen der Crew hautnah zu Fuß und in den Zodiacs begleitet. Und ihnen vor allem: zuhört. Jeder erzählt auf seine Weise vom Zauber der Arktis. Von Größe und Demut und von vergänglicher Schönheit. Wenn man zurückkehrt, kann man das auch. Und wird es für den Rest seines Lebens.
