Hotel Hohenwart

Hotel Hohenwart
Verdinserstraße 5
I-39017 Schenna
Tel. 0039/0473/944400

www.hohenwart.com

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Das Hohenwart ist kein Haus für eine Nacht. „6,8 Tage bleiben die Gäste im Schnitt“, erzählt Junior-Chef Franz Mair. Denn das Hotel ist groß und bietet viel. Die Weitläufigkeit ist wohltuend, die Gestaltung dezent alpin und elegant. 94 Zimmer in drei Häusern, alle mit Blick auf Mutspitze und Vigiljoch, Apfelplantagen und Weinberge. Der VistaSpa ist ein wunderbarer Ort, um zu entspannen. Mit einem Sky- und zwei weiteren Pools, Klangraum, Massagen, Saunen und romantischem Garten. Geführte Wanderungen, Weinproben, ein Besuch auf Schloss Schenna – die Infowand in der Lobby ist prall gefüllt. So weit, so gut. Ja, richtig gut!

Doch das eigentliche Herz des Hohenwart schlägt in der Eigentümerfamilie Mair-Laimer. Drei Generationen, alle dabei: Die 89-jährige Oma Anna hat das Frühstück fest im Griff. Ihre Kinder Christine und Sepp mit Ehefrau Gerti führen das Haus seit den 1990ern. Ganz langsam übergeben sie an die Enkelgeneration, die nach der Ausbildung den Weg zurück in die Heimat gefunden hat. Christines Sohn Maximilian liefert Produkte aus der familieneigenen Landwirtschaft und führt mit seinem Vater Martin das Gasthaus Pfefferlechner in Lana, seine Schwester Maria hat sich aufs alkoholfreie Brauwesen (Craftbeer Freedl) spezialisiert und auch im Hotel bereits Aufgaben übernommen und Sepps Sohn Franz, der hat sein Herz sowieso seit Längerem wieder ans Hohenwart verloren. Sie alle prägen das Haus. Mit Innovationsgeist, dem richtigen Maß an Beständigkeit und einer grundehrlichen Gastfreundschaft. Dezent präsent halten sie die Fäden in der Hand, doch man merkt, dass die Wertschätzung der Mitarbeiter und deren Eigenverantwortung Hand in Hand gehen. Die Fluktuation ist minimal, die Stammgastquote hoch. Das sagt viel aus. Das Paar am Nachbartisch kommt seit 30 Jahren. Es schätzt das sanfte, aber stetige Mit-der-Zeit-Gehen in allen Bereichen. Hervor sticht nicht zuletzt die Kulinarik. Morgens ein Buffet mit Regionalem und Hausgemachtem, nachmittags die typische Südtiroler Marende und abends ein feines Wahl-Menü, je nach Wochentag kombiniert mit Specials wie Lammwurst und -speck von den eigenen Schafen, einer großen Käsevariation aus dem bekannten Degust-Bunker oder beim Bierfest mit den Erzeugnissen der eigenen Brauerei. Klingt nach viel Engagement. Und Herzblut. Dass die Familie hier ihren Traum lebt, spürt man. Auch deshalb lohnt es sich, ein paar Tage länger zu bleiben.

Bildrechte: Hotel Hohenwart/Benjamin Pfitscher