Ca’Mur
Ca’Mur
Camino Barranco El Quíquere 3
E-35571 Mácher/Lanzarote
Tel. 0034/672/045 924
LANZAROTE Rofe. Soco. Folía. Pisco. Wer zum ersten Mal auf der östlichsten Kanareninsel Urlaub macht, wird mit diesen Begriffen vermutlich wenig anfangen können. Dabei erzählen sie viel über die Landschaft und Kultur: wvon der feinen Vulkanasche (Rofe), die den Weinbau möglich macht, von Trockenmauern (Soco), die die Felder vor dem Wind schützen, von einem traditionellen Musikstil (Folía) und einer Eigenheit des kanarischen Spanisch (Pisco für „ein kleines bisschen“). Genauso heißen auch die vier Suiten des Ca’Mur – und die Namen verraten, worum es den Gastgebern Sam und Raúl geht: Das ehemalige Wohnhaus der beiden ist nicht einfach ein Hotel, sondern eine „Casa en una Isla“, ein Zuhause auf Zeit, das seine Umgebung nicht übertönt, sondern subtil und deshalb umso eindrucksvoller in Szene setzt.
Das Hideaway, das sich auch exklusiv komplett buchen lässt, liegt im abgelegenen Küstenabschnitt Barranco El Quíquere und fügt sich beinahe beiläufig in die karge archaische Szenerie ein. Klare Linien, helle Kalktöne, Lavastein und Holz prägen die Architektur, große Fenster und Terrassen holen Licht und Weite ins Innere. Sorgfältig ausgewählte Designklassiker treffen auf Arbeiten lokaler Künstler – das Interieur ist reduziert, aber nie kühl. Jeder Raum lenkt den Blick nach draußen, auf Vulkankegel, Palmen und den Atlantik am Horizont. Morgens fällt dort das Licht schräg über die schwarzen Vulkanhänge, nachmittags trägt der Passatwind den Duft von Salz und trockener Erde heran, und nach Sonnenuntergang spannt sich über dem nahezu lichtfreien Naturraum ein Sternenhimmel, der den Blick lange fesselt. Ca’Mur drängt sich bewusst nie zwischen den Gast und das Inselerleben. Zum Frühstück kommen Brot aus der Nachbarschaft, Käsesorten von der Insel, hausgemachte Marmeladen sowie saisonales Obst und Gemüse auf den Tisch; manches davon stammt direkt aus dem eigenen Garten. Statt eines Buffets wird bewusst à la carte serviert, um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. Kurze Lieferwege, regionale Produzenten, Kompostierung und ein ressourcenschonender Umgang mit Wasser sind ebenfalls Teil des dezidiert nachhaltigen Konzepts.
