Restaurant June
Nach Stationen bei Sepp Schelling im Goldegger Seehof, im Kadeau auf Bornholm und in Ed Verners Pasture in Auckland, wo ein 23-Gänge-Menü vor den Augen von nur sechs Gästen am offenen Feuer entsteht, ist das June am Chiemseeufer eine Rückkehr in die Heimat: Birndt ist in Kirchanschöring aufgewachsen, seine Frau stammt aus Übersee. Nun fermentieren und pickeln sie hier, was das Zeug hält, die eigene Sojasauce schmeckt nach Neuseeland und Dänemark zugleich. Diese Küche ist konsequent saisonal und regional, und köstlich ist sie auch. In seiner gedanklichen Präzision ist jedes Gericht nicht nur ein optisch-aromatisches Bild, sondern eine ganze Geschichte. Einzigartig! Und das acht- oder zwölfgängige Menü ist so fair bepreist, dass es einem als Münchner Genießer fast peinlich werden kann. Aber so bleibt eben Spielraum für einen zweiten Blick in die vorzügliche Weinkarte oder für einen weiteren Besuch. Dieses Restaurant kann eine Genussheimat werden.
