Shebarah Resort

Shebara Resort
Sheybarah Island/Saudi-Arabien

www.shebara.sa

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Saudi-Arabiens Plan, bis 2030 die Abhängigkeit von den Petrodollars zu reduzieren und in den Tourismus zu investieren, nimmt mit Riesenschritten Gestalt an. So entsteht an der Nordwestküste des Landes am Roten Meer (jenseits des Horizonts liegt Ägypten und jeden Abend der Sonnenuntergang) ein Hotspot, dessen zentraler Flughafen vor zwei Jahren pünktlich den Flugbetrieb aufnahm: Der Red Sea International Airport aus der Feder des Büros von Sir Norman Foster erinnert an eine megafuturistische Beduinenoase. Ein Filetstück dieser neu erwachten Red-Sea-Urlaubswelt ist die Insel Sheybarah, 24 Kilometer vor der Küste, die man vom Airport in weniger als einer Stunde mit dem Schnellboot oder dem Wasserflugzeug erreicht. Die Trauminsel im Malediven-Style verbindet puderweichen Sand, malerische Mangroven, Palmen, Tamarisken und versteckte Schildkröten-Nistplätze mit einigen der schönsten Korallenriffe weltweit. In diese Idylle wurde ebenso selbstbewusst wie behutsam das Shebara Resort gebaut, und das ist im Gegensatz zu den Nachbarn Six Senses, Ritz-Carlton oder St. Regis ganz in saudi-arabischer Hand – und spektakulärer als alle anderen. Die 73 Beach- und Overwatervillen (alle mit eigenem Mosaik-Infinitypool; die kombinierten Innen- und Außenflächen beginnen bei rund 200 qm und enden bei fast 900) schmiegen sich wie zwei schimmernde Perlenketten an den Strand. Das Design der hochglanzpolierten Ellipsoiden aus Edelstahl stammt vom südafrikanischen Avantgarde-Architekten Shaun Killa, der schon Dubai dessen meistfotografiertes Symbol schenkte, das Museum of the Future. Jede der raumschiffähnlichen Wohnperlen wurde in den Emiraten vorgefertigt und dann supervorsichtig an und vor den Shebara-Beach gesetzt – auf dem sich auch Spa (Moonlight-Massage mit Meteoritenstaub), Gym, Kids Club, Bars und fünf Restaurants befinden –, um die prächtige Unterwasserflora nicht zu gefährden, die den Overwatervilla-Gästen zu Füßen liegt.

Die Innenausstattung des kanadischen Studios Paolo Ferrari zitiert die fließende Form und metallische Moderne des Gebäudedesigns mit skulpturalen Statement-Stücken wie der schwebenden Wandbar und sorgt mit haptisch begeisternden Materialien wie Travertin, Bronze, Eiche, Gussglas und Leder aber vor allem für eine äußerst schicke Yacht-Ästhetik. Hier hält man sich auch bei höheren Tagestemperaturen gerne auf, kühlt sich zwischendurch bei Schnorchel- und Tauchausflügen, Katamaransegeln, Wakeboarden oder E-Foiling ab. Und freut sich auf den Abend, wenn zur blauen Stunde tatsächlich Riviera-Feeling aufkommt. Dazu passt neben der stets lockenden Nikkei-Küche im Restaurant ikiroe besonders die frankoitalienische Kulinarik des langjährigen Pierre-Gagnaire-Küchenchefs Marco Garfagnini. In dessen Restaurant Ariamare erinnern die gerippte Gipsdecke an Fischgräten, der maßgefertigte Kronleuchter an deren Schuppen und der steinerne Bartresen an ein mediterranes Monument. Nicht futuristisch, aber sehr schön.

Bildrechte: Katarina Premfors (Terrasse)