Guntu

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Japaner, so sagt man, streben stets nach Perfektion, in stiller Kontemplation. Der Architekt Yasushi Horibe macht da keine Ausnahme. Der preisgekrönte Meister erhabener Raumqualität schenkte dem Seto-See in Japans westlicher Provinz Setouchi ein schwimmendes Luxushotel: das Guntû. Einem traditionellen Ryokan (japanisches Gasthaus) nachempfunden, schwebt das Hotelschiff über das Binnenmeer mit seinen unzähligen kleinen Inseln. Gerade mal 17 erlenholzvertäfelte Suiten und ebenso wunderschöne Gemeinschaftsräume hat Horibe auf drei Ebenen gruppiert. Im Frühjahr neu gestaltet wurden die 90 qm großen Terrace Suites Prestige mit privater Sauna und Badetrog aus Hinoki-Zypressenholz auf der eigenen Terrasse. Das Treppenhaus, aus Gründen der Schiffsbalance mit kühnem Schwung aus Stahl gebaut und mit blendend weißem Shikkui-Putz gekalkt, ist eine staunenswerte architektonische Geste für sich. Das Oberdeck, wenn man sich eine Lounge auf Japanisch vorstellen mag, wird von einem majestätisch gefalteten Kirizuma-Satteldach behütet. Wellness ist so erlesen wie alles an Bord: mit Saunen, Massagen, Treatments und Bädern im Sonnenstrahlen-Wellenglanz. Die nur 36 Gäste werden mit japanischer und westlicher Küche, einer Sushi-Bar und einer Cocktailbar mit Café verwöhnt. Und auf der Engawa, einer traditionellen Veranda, sitzt man je nach Tageszeit bei Tee und Sweets oder Sake und Snacks und erlebt – um den Architekten mit seinen eigenen Worten zu ehren – „die sich langsam verändernde Landschaft des Sees, als würde sich eine wunderschön bebilderte Schriftrolle entfalten.“