Anantara Rasananda Koh Phangan Villas Resort
KHO PHANGAN Das Erlebnis Anantara Rasananda Koh Phangan Villas Resort beginnt schon in der hoteleigenen Lounge am Bangrak Pier auf Koh Samui. Bestens umsorgt und entspannt wartet man hier auf das Schnellboot, das einen in rund 40 Minuten auf die Nachbarinsel bringt. Dort werden alle Ankommenden am Strand mit einem Willkommensgong und gekühlten Getränken empfangen und die Füße in einer traditionellen Zeremonie gewaschen. Die Schuhe dürfen ab jetzt für den Rest der Urlaubs im Schrank bleiben. Der Check-in erfolgt diskret in der eigenen Villa. All dies folgt einer präzisen Choreografie und verleiht der Anreise einen beinahe ritualhaften Charakter.
Koh Phangan wird außerhalb Thailands oft auf seine legendären Full-Moon-Partys reduziert. Wer jedoch den Nordosten der Insel besucht, entdeckt eine ganz andere Welt. Die Bucht von Thong Nai Pan Noi liegt geschützt zwischen dicht bewachsenen Hügeln und tropischem Regenwald. Das Meer ist hier ruhig, die Atmosphäre entspannt und die Geräuschkulisse besteht aus dem Plätschern der Wellen, Vogelrufen und im Wind raschelnden Palmwedeln. Genau hier, direkt an einem der schönsten Strandabschnitte der Insel, versteckt sich das Anantara Rasananda zwischen Kokospalmen, üppigen Gärten und Wasserläufen, in denen mehr als 120 Koi-Karpfen ihre Bahnen ziehen. Mit 64 Suiten und Villen ist das Resort überschaubar. Jede Unterkunft hat einen privaten Pool und einen persönlichen Villa-Host, der rund um die Uhr als Ansprechpartner zur Verfügung steht.
Die eigentliche Stärke des Hauses liegt jedoch weniger in den luxuriösen Unterkünften als in den vielen kleinen Besonderheiten, die den Aufenthalt prägen. Kulturell setzt es bewusst auf Begegnung statt Kulisse. Gäste können Origami-Kurse besuchen, traditionelle Tänze kennenlernen oder bei einer buddhistischen Merit-Making-Zeremonie Mönchen begegnen. Besonders stimmungsvoll ist der Übergang vom Tag zum Abend: Wenn die Sonne sinkt, werden Fackeln entzündet und Tänzer erzählen die Legende von Manohra, einer Kinnari-Prinzessin aus der thailändischen Mythologie – ein allabendlicher Verweis auf die Traditionen des Landes. Mindestens ebenso charakteristisch sind die Signature Experiences. Im Coconut-Workshop etwa dreht sich alles um jene Palme, die das Landschaftsbild Koh Phangans prägt. Die Gäste erfahren, wie Kokosnüsse verarbeitet werden, probieren regionale Produkte und erhalten Einblicke in einen Lebensrhythmus, der auf der Insel seit Generationen zum Alltag gehört. Auch der Spa des Resorts wartet mit ungewöhnlichen Details auf. Schon der Weg dorthin über scheinbar schwebende Steinplatten ist wirkungsvoll inszeniert. Der Spa selbst ist in den Hang eingebettet und von Felsen, tropischer Vegetation und alten Bäumen umgeben. Vier frei stehende Behandlungssuiten, ein Kräuterdampfbad, Außenbadewannen und eine Yoga-Plattform mit Blick über das Meer und die bewaldeten Hügel fügen sich organisch in die Hanglage ein. Der Fokus liegt stark auf Ayurveda. Zu den Signature Treatments zählen das Anantara Kaya-Ritual mit warmen Ölen und Kräuteranwendungen sowie das vierhändige Anantara Rasayana, bei dem zwei Therapeuten synchron arbeiten. Besonders eindrucksvoll ist Shirodhara, bei dem ein feiner Strom von warmem Kräuteröl kontinuierlich über die Stirn fließt und für eine beinahe tranceartige Entspannung sorgt.
Kulinarisch überrascht vor allem Yukinoya, das einzige Teppanyaki-Restaurant auf Koh Phangan, in dem japanische Kochpräzision und regionale Zutaten aufeinandertreffen. Am Teppanyaki-Grill verfolgen die Gäste die Zubereitung von Must-try Dishes wie dem Saga Wagyu Striploin A4 Teppanyaki aus nächster Nähe. Auch die Bar ist ungewöhnlich platziert: Sie ist an einer Seite direkt in den Hauptpool integriert. Wer den Abend lieber in der eigenen Villa verbringt, lässt sich ein Floating Sushi Tray im eigenen Pool servieren. Unbedingt erwähnenswert ist auch der nachhaltige Ansatz des Resorts. Einige der verwendeten Zutaten wie Kräuter, Limetten, Chili und Basilikum stammen aus den eigenen Gärten. Einwegplastik wird durch wieder befüllbare Glasflaschen ersetzt, in der Boutique verkaufen lokale Künstler ihre Arbeiten, Fisch und Meeresfrüchte werden regional bezogen und über das Programm „Dollars for Deeds“ unterstützt das Haus Naturschutz- und Sozialprojekte in Thailand.
Das Anantara Rasananda definiert sich nicht über spektakuläre Superlative. Sein Reiz liegt in der Summe vieler sorgfältig kuratierter Details: einer Anreise mit Ritualcharakter, kulturellen Begegnungen, außergewöhnlichen Wellnessmomenten, stillen Gartenlandschaften und einer Lage, die zeigt, dass Koh Phangan weit mehr zu bieten hat als seine berühmten Vollmondnächte. Die eigentliche Attraktion ist nicht das Resort selbst, sondern die Art und Weise, wie es die Insel erlebbar macht.
