Voaara Madagascar
Philippe Kjellgren kennt die Welt: Über 2.000 der besten Hotels in 150 Ländern hat der Gründer der Travelconsultings Kiwi Collection und PK’s List bereits bereist. Aber auch ein Globetrotter wie er hat ein Heimwehglimmen im Herzen. Als Teenager lebte der gebürtige Schwede mit seiner Familie auf Madagaskar und verbrachte viele Urlaube auf Sainte-Marie, der wilden, verwegenen Piratenenklave östlich der Hauptinsel, auf der Captain Kidd begraben liegt. 2017 fand Kjellgren eine kleine Strandhütte an deren Nordküste, kaufte sie und seit zwei Jahren wird Voaara nun Wirklichkeit. Auf über rund 40 Hektar Dschungel, Land und Strand erstreckt sich das Resort mittlerweile. Kilometerlang umschmeicheln sich Türkisblau, Puderzuckerweiß und Palmengrün. Im Sommer kalben Wale in der Bucht. Die Natur hat hier einen Klang und eine schillernde Schönheit hat sie auch. Sieben Bungalows (je 150 qm) mit ein oder zwei Schlafzimmern und eine Strand-Poolvilla mit drei Schlafzimmern (375 qm) gibt es bereits. Nach behutsamem Weiterbau, von Baustellen-Feeling aber keine Spur, sollen es mal 20 Bungalows und 15 Villen werden, allesamt mit Innen- und Außenbädern und Seaview-Terrasse. Geprägt von einem berührenden Stil, der die raue Eleganz von Wabi-Sabi mit afrikanischer Ästhetik verschmelzen lässt: Strohdächer, gegossene Betonböden, gekalkte Wände, Treibholzbalken, nur unterbrochen von großformatigen Drucken des madagassischen Fotografen Pierrot Men, der die heimische Natur in zeitlose Momente bannen kann.
Kulinarisch kann man sich auf sieben verschiedene Optionen plus Private Dining am Strand freuen. Das Konzept stammt vom früheren spanischen Sternekoch und jetzigen Private Chef Aleixandre Sarrion und wird vom madagassischen Chefkoch Jean Notia Vincent kongenial umgesetzt: Beachlife-Aromatik mit erstklassigen Produkten und internationalem Flair, wie die Riesen-Stachelmakrele mit hausgemachter XO-Sauce im strohgedeckten Le Plage by Sarrion. Oder direkt im Le Grill am Strand, wo nur wenige Tische neben einem Asado stehen und frisch gefangenes Seafood nicht über Holz, sondern über glühenden Kokosnussschalen zubereitet wird. Der Hummer ist ein Traum aus Frische und Farbe. Noch beeindruckender ist da nur das privat buchbare Bird‘s Nest, das ein Observatorium zum Bestaunen von Sternen mit einer Sushi- und Sakebar verbindet.
Die Tage verfliegen im Voaara. Schnorcheln, Hochseefischen, Surfen, Foilen oder einfach nur gedankenverloren am Strand entlang spazieren. Und manchmal begegnet man Philippe, der hier immer mal als Gastgeber herumschwirrt, an seinem Lieblingsort.
Bildrechte: Eric Martin (Bird´s Nest), Mark Williams (Strand mit Palme, Zimmer)
