HNO Haidhausen
In der Regel sind nächtliche Schlafgeräusche harmlos. Kommen jedoch Atemaussetzer hinzu, kann das Schnarchen auch ein Warnsignal für eine ernstzunehmende Erkrankung sein. Unser Expertenteam Prof. Dr. med. Michaela Andratschke und Dr. med. Alexander Baumann aus der Praxis HNO Haidhausen erklärt, warum eine medizinische Abklärung sinnvoll ist.
Im Schlaf entspannt sich die Muskulatur – auch im Mund- und Rachenraum. Beginnt das erschlaffte Gewebe der oberen Atemwege beim Atmen zu vibrieren, entsteht das charakteristische Schnarchgeräusch. Es kann zu Schlafstörungen – auch des Partners – und durchaus zur Einschränkung der Lebensqualität in Form von Müdigkeit und Konzentrationsstörungen während des Tages führen. Potenziell gesundheitsgefährdend wird es, wenn zum Schnarchen Atempausen hinzukommen. Denn diese könnten auf eine obstruktive Schlafapnoe (OSA) hindeuten, eine Erkrankung, die langfristig das Risiko für Herz-Kreislauf-Leiden erhöht.
Bereits eine gründliche Anamnese in Kombination mit einer Untersuchung von Nase, Mundhöhle und Rachen liefert wichtige Hinweise. Dabei erkennt der Arzt anatomische Ursachen wie vergrößerte Mandeln, eine schiefe Nasenscheidewand, ein verlängertes Gaumenzäpfchen, Allergien oder auch Übergewicht. Ergänzend kann ein sogenannter kardiorespiratorischer Polygraph (Gerät zur Schlafdiagnostik) als ambulante Screeninguntersuchung Atmungsstörungen zu Hause erfassen und den Verdacht auf eine OSA abklären. Zeigen sich Auffälligkeiten, folgt die weitere Abklärung im Schlaflabor.
Und was hilft gegen das nächtliche Konzert? Bei „klassischem“ harmlosem Schnarchen können schon einfache Maßnahmen viel bewirken: etwa die Änderung der Schlafposition zur Seitenlage, eine Gewichtsreduktion und – vor allem abends – der Verzicht auf Alkohol und Nikotin. Nach ärztlicher Beratung stehen auch Hilfsmittel wie Unterkiefer-Schienen zur Verfügung. Gegebenenfalls ist ein operativer Eingriff erforderlich.
