Königsquelle
4. Dez. 2025
Von der Speisekarte der alten Königsquelle ist das Wiener Schnitzel geblieben. Und das hat jetzt einen Ehrentag: den Mittwoch. „Als Erinnerung“, sagt Gastgeber Thomas Zufall (auch Wirt des München72). „An den anderen Tagen konzentrieren wir uns auf eine französisch inspirierte und doch regional verwurzelte Küche.“ Mit der Entscheidung, das beliebte, 2024 geschlossene Lokal zu sanieren und ihm neues Leben einzuhauchen, war für ihn klar: „Ich will kein weiteres Wirtshaus eröffnen, sondern ein Restaurant. Gediegen, mit einer ambitionierten Kulinarik, die auch traditionelle Gerichte aus der Vergangenheit modern wiederbelebt.“ Etwa „Himmel und Erd“, bei der das eingespielte Köche-Team Ansgar Wölfel und Georg Czaya die knusprig-zart gebratene Traunsteiner Blutwurst auf cremigem Kartoffelpüree bettet und mit gerösteten Zwiebeln und Apfel-Verjus umgibt. Oder „Des Königs Leberwurststulle“, die mit Entenleberparfait auf Brioche, Portweingel und Cornichons zelebriert wird. Serviert wird auf Vintage-Blümchengeschirr, ein wichtiges Detail, da es bewusst nostalgische Gefühle wecken soll und zu den weiß eingedeckten Tischen und der dunklen Holzvertäfelung gemütlich und äußerst stimmig wirkt – und auch Landhuhn oder Loup de Mer, Tarte Tatin und (Safran-) Birne Helene ein geschmackvolles Zuhause auf Zeit gibt. Für die Weinbegleitung ist Sommelier Daniel Merzendorfer zuständig und selten haben wir die Empfehlungen nahbarer erlebt.
