Bask and Groove

BASK and GROOVE

www.baskandgroove.com

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Mit seinen roten Haaren, der sommersprossigen, leicht sonnengebräunten Haut und der entspannten Ausstrahlung eines Surfers wirkt Monty Gammond wie jemand, der seinen eigenen Rhythmus gefunden hat. Der gebürtige Brite lebt im ruhigen Norden Ibizas – dort, wo die Pinien bis ans Meer reichen und die Natur Ruhe und Gelassenheit vermittelt. Die Geschichte von Bask and Groove beginnt mit der persönlichen Suche nach einem passenden Hut. Leicht, langlebig, mit einer ausreichend breiten Krempe als Sonnenschutz und weit entfernt von den modischen Urlaubsaccessoires, die nach einem Sommer im Schrank verstauben, sollte er sein. Doch je länger Monty Gammond suchte, desto mehr musste er feststellen, dass es genau diese Verbindung von Funktion, Qualität und zeitlosem Design äußerst selten zu kaufen gab.

Fündig wurde er schließlich in Ecuador. Dort wird das feine Fasergeflecht der Toquilla-Palme seit Generationen von Hand zu Hüten verarbeitet. Die jungen fächerförmigen Blätter zeichnen sich durch extreme Reißfestigkeit, enorme Flexibilität und eine edle elfenbeinfarbene Färbung aus. Jeder Arbeitsschritt folgt einem Wissen, das jahrzehntelang, oft über Generationen hinweg, in den Familien weitergegeben wurde. Was ihn faszinierte, waren neben dem Ergebnis die Ruhe, Präzision und Hingabe, mit der jedes einzelne Stück entsteht. „Die besten Dinge brauchen Zeit“, sagt der Yoga-Liebhaber. Jeder Bask-and-Groove-Hut trägt die Spuren dieser Arbeit in sich. Nur fünf Unisex-Modelle gibt es. Klassisch mit breiter oder schmalerer Krempe, in Bucket-Form oder mit meerblauen bzw. weinroten Streifen. Kein Exemplar gleicht dem anderen. Kleine Unterschiede im Geflecht und in der Struktur erzählen von den Händen, die den Hut gefertigt haben. Und genau diese feinen Unregelmäßigkeiten werden zum eigentlichen Qualitätsmerkmal.

Auch Ibiza prägt die Marke, allerdings auf leise Weise. Die warmen Erdtöne, die klaren Linien und die unaufgeregte Eleganz der Hüte spiegeln jene Atmosphäre wider, die die Insel seit jeher ausmacht. „Es geht darum, draußen zu sein, die Sonne zu genießen und seinen eigenen Rhythmus zu finden“, sagt Monty Gammond. Bask and Groove beschreibt deshalb weniger ein Produkt als eine Haltung. Es geht um das bewusste Erleben des Augenblicks und darum, mit der Natur in Verbindung zu sein. Vielleicht liegt genau darin die besondere Ausstrahlung der Designs. Die Hüte wirken nie inszeniert. Sie scheinen Erinnerungen aufzunehmen: an lange Tage am Meer, staubige Küstenstraßen, Reisen oder Sommerabende unter freiem Himmel. Mit den Jahren entwickeln sie Patina und erzählen immer mehr die Geschichte der Menschen, die sie tragen. Für den Unternehmer ist genau das der wahre Wert handwerklicher Arbeit: „Jeder Hut hat seine eigene Persönlichkeit.“ Dass Kreativität für ihn weit über Mode hinausgeht, merkt man schnell. Er stammt aus einer musikalischen Familie, Klänge und Gesang begleiten ihn schon in seiner Kindheit und später in seinem Beruf als Musikpromoter. Vielleicht erklärt sich daraus auch die besondere Dynamik seiner Entwürfe. Sie folgen keinem Trend, sondern eher einem Rhythmus, mal zurückhaltend, mal lebendig, immer ausgewogen. „Wie eine Schallplatte statt Streaming“, beschreibt er das Gefühl. Analoge Dinge besitzen für ihn eine Tiefe, die sich nicht kopieren lässt. Dasselbe gilt für die analoge Fotografie, die ihn ebenso begeistert wie Kooperationen mit Künstlern.

Obwohl Bask and Groove in den vergangenen Jahren stetig ge- wachsen ist, spricht Monty Gammond kaum über Expansion. Lieber erzählt er von neuen Begegnungen, von Ideen und von Menschen, die mit derselben Sorgfalt arbeiten wie die Weberinnen und Weber in Ecuador. Wachstum scheint für ihn kein Ziel zu sein, sondern eine Folge davon, etwas mit Überzeugung zu tun. Am Ende ist die Geschichte von Bask and Groove deshalb nicht nur eine von Hüten. Sondern eine von der Schönheit natürlicher Materialien. Von Vertrauen in handwerkliche Traditionen. Und von der Erkenntnis, dass manche Dinge gerade deshalb ihren Wert behalten, weil sie Zeit brauchen.