Wie feiern Sie Weihnachten, Herr Käfer? – Interview
Käfer Zeitung: Herr Käfer, freuen Sie sich auf Weihnachten?
Michael Käfer: Selbstverständlich! Die Weihnachtszeit hat einen ganz eigenen Zauber, mit all den Lichtern in einer Zeit, in der es so früh dunkel wird, und mit dem Duft von Punsch, Lebkuchengewürz und heißen Maroni.
Wie verbringen Sie und Ihre Familie die Feiertage?
Der Advent ist für uns im Handel, in der Gastronomie und im Party-Service die Peak Season der Kulinarik – also alles andere als die oft beschworene stade Zeit. An Heiligabend beginnt der Arbeitstag für mich spätestens um sechs Uhr morgens und von da an geht es rund bis in den späten Nachmittag. Entsprechend einfach fällt dann auch das Abendessen nach der Bescherung und vor der Christmette aus. Der erste Weihnachtsfeiertag gehört aber voll und ganz der Familie. Seit Jahrzehnten gibt es an dem Tag bei uns zu Hause Hummer – ein Luxus, den wir uns meist nur einmal im Jahr gönnen und der dafür umso himmlischer schmeckt. Abends gehen Clarissa und ich mit unseren Zwillingen zur Premiere der Winterspielzeit in den Circus Krone. Das ist eine lieb gewonnene Familientradition.
Welche Geschenke sind für Sie die schönsten?
Ich freue mich besonders dann, wenn ich spüre, dass sich der oder die Schenkende Gedanken gemacht hat. Etwas zu verschenken, ist immer ein Zeichen von Zuneigung, eine Geste, dass die andere Person einen besonderen Platz im eigenen Leben einnimmt. Daher ist es meist gar nicht so wichtig, wie groß, klein oder kostbar ein Geschenk ist, solange es von Herzen kommt.
Was wünschen Sie sich zu Weihnachten?
Ich habe ja alles, was ich brauche. Daher sind es die immateriellen Dinge, die mir Freude bereiten. Gemeinsame Erlebnisse mit Familie und Freunden oder wenn ich Freude bei anderen spüre. Wenn man mich nach einem Wunsch fragt, bitte ich gerne um eine Spende für unsere Clarissa & Michael Käfer Stiftung für bedürftige ältere Menschen in München. Es ist uns eine Herzensangelegenheit, denn hier sehen wir immer, wie man mit gefühlt selbstverständlichen Dingen wie einem organisierten Konzertbesuch, Theateraufführungen, Sommerfesten für Senioren in Altenheimen oder kleinen Weihnachtspäckchen für Obdachlose unheimlich viel Freude bereiten kann. Wie sich unsere Stiftung engagiert, welche Projekte wir umsetzen und wie man uns unterstützen kann, findet man auf unserer Website www.kaefer-stiftung.org.
Nicht wenige Menschen empfinden Weihnachten auch als irgendwie stressig, weil sie vielen gerecht werden und die ganze Familie unter einen Hut bringen müssen. Wie lässt sich das aus Gastgebersicht vermeiden?
Bei Festen – auch in der Familie – ist eine gute Planung das alles Entscheidende. Was kann ich für das Menü gut vorbereiten? Hole ich mir Hilfe, indem ich z. B. einige Komponenten bereits fertig zubereitet liefern lasse? Nicht nur wir bieten ja diesen Service für die Festtage an und die Menge an Bestellungen zeigt uns zuverlässig, dass viele Menschen gerne auf die fertige Gans oder den Rehrücken zurückgreifen. Auch Getränke kann man gut schon im Vorfeld einkaufen. Je nach Anzahl der Personen (insbesondere der Kinder), ist vielleicht sogar ein Buffet mit verschiedenen weihnachtlichen Köstlichkeiten eine gute Idee. Da können die Gäste etwas beisteuern, wenn sie möchten. Und an dieser Stelle noch ein kleiner Knigge-Tipp für die Eingeladenen: Ein riesengroßes Dankeschön und vielleicht ein kleines Gastgeschenk entschädigen schnell für die Mühe, die man sich gemacht hat.
Bei Käfer gibt es ja schon lange neben den speziellen Services, wie dem Einkaufszettel, ein Weihnachtsmotto. Was erwartet uns in diesem Jahr Besonderes?
Unser diesjähriges Motto lautet „Weihnachtscircus“. Entsprechend zieren fröhliche Zirkusmotive in den klassischen Farben Rot, Grün und Gold all unsere Weihnachtsartikel. Ein besonderes Highlight ist der original Roncalli-Zirkuswagen, der bei uns vor dem Haus steht und den man bis Silvester für Genuss aus der Käfer-Schänke in außergewöhnlicher und privater Atmosphäre reservieren kann. Ich habe einen ähnlichen, aber kleineren Zirkuswagen vor Jahren von Bernhard Paul geschenkt bekommen und freue mich besonders, dass wir jetzt auch unseren Gästen dieses zauberhafte Zirkusfeeling ermöglichen können.
Vielen Dank für das Gespräch und eine schöne Weihnachtszeit.
Bildrechte: LINA GÖSSING
